Allgemein

Planung Besuch Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse war letztes Jahr wirklich toll, durch die Preisverleihung hatte ich aber leider nur ein paar Stunden, bevor es mit dem Zug wieder zurück nach Hause ging.

Daher werde ich dieses Jahr eine Nacht bleiben und zwei Tage in vollen Zügen genießen, von Hundertausenden Büchern umgeben zu sein. Mal sehen, was für Schätze meine Kollegen dieses Jahr so gemacht haben.

Hotels sind ja schnell ausgebucht, daher habe ich jetzt schon alles unter Dach und Fach.
Tipp an alle Buchmessen-Fans: Im Moment gibt es die Eintrittskarten billiger.

Vielleicht sieht man sich ja? Ich würde mich freuen.

Gewinnspiel, Kunden, Matthaes Verlag, Referenzen

Weihnachts-Verlosung! – BEENDET

Liebe Leser,

ein erfolgreiches Jahr ist wieder fast um, Zeit für eine neue Verlosung.

Dieses Mal habe ich etwas ganz Besonderes als Gewinn:

Über das Buch habe ich schon einige Male berichtet. Bisher wurde dieses Werk als limitierte Auflage von 1000 Exemplaren nur auf französisch vertrieben – für unglaubliche 1500,– €!! Dieses Jahr kam es nun auch für „Otto-Normal-Verbraucher“ auf den Markt, und der Matthaes Verlag hat die deutsche Ausgabe veröffentlicht. Ich durfte es setzen, was für eine Ehre!

780 Seiten stark, großformatig (26 x 36 cm) und in einem wundervollen Schuber präsentiert sich ganz edel „Französische Küche“ von 3-Sterne-Koch Yannick Alléno. Es kostet im Buchhandel 129,– €

Yannick Alléno – Französische Küche

Ich verlose ein Exemplar dieses Meisterwerks, auch hier geht ein Dank an den Matthaes Verlag, der mir extra für die Verlosung ein Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

Was müsst Ihr nun tun, um das Buch zu gewinnen?

Ich möchte von Euch wissen, was war Euer Jahres-Highlight? Was wird Euch von 2014 besonders in Erinnerung bleiben?

 

Ihr möchtet eine höhere Gewinnchance? Dann teilt dieses Gewinnspiel auf Eurem Blog oder Eurer Facebookseite, für jeden Link gibt es ein Los extra (bis zu 3 Lose)

Teilnahmebedingungen:

  1. Mitmachen darf jeder mit Adresse in Deutschland oder Österreich, aber jeweils nur einmal. Dazu einfach unter diesem Artikel einen Kommentar mit Eurem Highlight des Jahres hinterlassen.
  2. Wer sich weitere Lose verdienen möchte, verlinkt diesen Artikel auf seinem Blog oder seiner Facebookseite und schreibt dies (mit Link!) dazu, damit ich dies nachvollziehen kann (bis zu 3 Lose extra, maximal gibt es also 4 Lose pro Teilnehmer)
  3. Kommentieren kann man bis zum Mittwoch, den 24.12.2014 23.59 Uhr.
  4. Auslosen werde ich am Montag darauf im Laufe des Tages per Papierlosverfahren. Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt, also hinterlasst bitte eure Adresse – nicht im Kommentarfeld, sondern im zugehörigen Feld, damit sie nicht mit Eurem Kommentar veröffentlicht wird 🙂
  5. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich hafte nicht dafür, wenn das Buch durch Verlust bei der Post nicht ankommt.
Gewinnspiel

Blogger schenken Lesefreude – Verlosung

Liebe Bücherfreunde und Freunde der JuKa Satzschmiede,

zum Welttag des Buches starte ich auch, im Rahmen der tollen Aktion Blogger schenken Lesefreude, eine große Verlosung.

Diesmal gibt es insgesamt 4 Bücher zu gewinnen!

3 Mal „Der Andere“ von Carin Chilvers:

Klappentext:

Alexander Schwertfeger, Banker, verheiratet, trifft auf den charismatischen Mark Brenner, Betreiber des Tattoo-Studios IREZUMI. Der Tätowiermeister, der seine Kunst in Japan gelernt hat, übt eine unerklärliche Anziehungskraft auf Alexander aus. Die Faszination wird so übermächtig, dass er sich das punktgleiche Irezumi, wie es Brenner selber hat, von ihm stechen lässt. Je ähnlicher sich die beiden durch das Irezumi werden, desto unaufhaltsamer strebt die Beziehung der beiden Männer auf eine Katastrophe zu. 

 Die Autorin vermischt Psychologie, Erotik und Krimi-Elemente zu einer beklemmenden, atmosphärisch dichten Handlung, in der realistische Charaktere agieren. Kleine, scheinbar nebensächliche Details sind die raffinierten Puzzle-Stückchen, die die ganze Erzählung durchziehen und am Ende zusammengesetzt das Rätsel um die Motive der Hauptfigur Alexander Schwertfeger logisch auflösen. Irene Salzmann, Rattus Libri – Online Magazin

 

Außerdem verlose ich einmal eine exklusive Ausgabe zum Welttag des Buches „Deon Meyer, Weißer Schatten“, wobei ich mich hier bei den Veranstaltern der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ entschuldigen möchte, ich habe heute erst durch Zufall gelesen, dass sie darum gebeten haben, keine aus der „Stiftung Lesen“-Aktion zu verlosen. Da es aber nun schon so angekündigt ist, werde ich dennoch ein Buch verlosen, die anderen neun verschenke ich, wie geplant, selbstverständlich persönlich!

 

deonmeyer

 

Klappentext:

In den Fernsehnachrichten glaubt Emma le Roux, ihren vor zwanzig Jahren verschwundenen Bruder zu sehen. Im Kruger-Nationalpark soll er vier Wilderer getötet haben, die ein Reservat überfielen. Emma macht sich auf die Suche – an ihrer Seite nur Lemmer, ein schweigsamer Bodyguard, der bald den ersten Anschlag auf sie abwehren muss. Doch wer steckt dahinter? Korrupte Polizisten? Ökoterroristen oder gar der Geheimdienst? Emma und Lemmer erkennen, dass sie einer Verschwörung auf der Spur sind, die tief in die Vergangenheit ihres zerrissenen Landes führt.

 

Was müsst Ihr tun, um zu gewinnen? Einmal bitte diese Frage beantworten:
Welches Buch oder auch Hörbuch hat Euch am meisten begeistert und warum?

Postet Eure Lese- und Hörtipps hier unter diesem Beitrag, mit dem Zusatz, welches Buch Ihr gewinnen wollt.
Zusätzlich schickt mir bitte Eure Adresse (kein Postfach) mit Angabe des Nicknames, den ihr für den Kommentar verwendet habt per E-Mail an newsletter@juka-satzschmie.de

Ein zusätzliches Los könnt ihr Euch durch Teilen dieses Gewinnspiels auf Facebook oder über Euren Blog verdienen (bitte gebt dies im Kommentar mit Link an)

 

Teilnahmebedingungen:

  1. Mitmachen darf jeder mit Adresse in Deutschland, aber jeweils nur einmal. Nicht in Deutschland Lebende dürfen gerne auch mitmachen, wenn sie mir im Gewinnfall eine deutsche Versandadresse angeben.
  2. Nur Kommentare mit Lese-/Hörtipp und zusätzlicher Begründung, sowie angegebener E-Mail-Adresse (Nicht im Kommentarfeld, bitte im Extrafeld für E-Mail-Adresse, sonst ist Eure Adresse öffentlich) und bis Mittwoch, den 30. April 2014 23:59 Uhr eintreffend, werden berücksichtigt.
  3. Auslosen werde ich am Freitag, den 2. Mai im Laufe des Tages per Papierlosverfahren. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und auf diesem Blog mit Ihrem Namen der mir vorliegt veröffentlicht. Daher bitte einen Nickname angeben, wenn der richtige Name nicht veröffentlicht werden soll.
  4. Da ich Mehrfachteilnahmen unterbinden möchte, werde ich bei 2 Mal derselben Adresse noch annehmen, dass es sich zum Beispiel um Mutter und Tochter handelt. Weitere gleiche Adressen werte ich als Mehrfachteilnahme und schließe diese aus der Verlosung aus. Dies ist leider durch die Erfahrung im letzten Jahr nötig, ich bitte um Verständnis!
  5. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich hafte nicht dafür, wenn das Buch durch Verlust bei der Post nicht ankommt.

 

 

Allgemein, Interview, SWB

Interview mit Iris T. Simian/Iris Braunstein

Liebe Bücherfreunde,

weiter geht es mit unserer kleinen Interview-Reihe.

Heute darf ich Euch Frau Iris Braunstein, die unter dem Pseudonym Iris T. Simian bereits 2 Kriminalromane beim SWB-Verlag veröffentlicht hat, vorstellen.

Die Autorin Iris T. Simian:
Iris Braunstein ist 1974 in Andernach geboren und dort aufgewachsen. VIVERE – Ihr Sein, sein Leben, ein Leben lang, ist ihr erster Kriminalroman, welcher in der Vordereifel angesiedelt ist und Anfang Februar 2012 unter ihrem Pseudonym Iris T. Simian erschienen ist. Der zweite Teil Liberare ist Ende 3013 im SWB-Verlag erschienen.

Braunstein

Was war das erste Buch, das Sie als Kind gelesen haben?

Oh je, weiß ich gar nicht mehr so genau. (grübel) Nach der Lesefibel im ersten Schuljahr kann ich mich an ein Märchenbuch, das in Schreibschrift geschrieben war erinnern. Und ja jetzt fällt es mir wieder ein, da war noch die Pumuckl Buchserie. Ich mochte den kleinen rothaarigen Kerl sehr.

Welche anderen Autoren beeindrucken Sie?

Ich lese gerne Bücher von Janet Evanovich, Elise Title und Noah Gordon. Ich kann leider nicht viel mehr nennen, denn meistens erinnere ich mich nur an die tollen Geschichten. Ich muss gestehen, die Autorennamen kann ich mir nicht gut merken.

Wie wichtig sind tatsächliche Erfahrungen für Ihr Schreiben?

Natürlich ganz wichtig. Nur so kann ich meinen Horizont erweitern und die Ideen sprießen lassen. Ich höre auch gerne zu, wenn mir andere Menschen von ihren Erfahrungen erzählen.

Suchen Sie bewusst „besondere“ Erfahrungen, um sie beim Schreiben verwenden zu können?

Das ist eine gute Frage! (lach) Vielleicht manchmal ein bisschen. Oder auch ein bisschen mehr … Ja, ich gebe es zu. Ja!

Wo schreiben Sie am liebsten?

An meinem Lieblingsplatz im Esszimmer. Es ist mittlerweile zu meinem Schreibzimmer umstrukturiert worden. Hier bin ich für meine Familie zu erreichen, wenn was ist. Aber dennoch lassen sie mich grundsätzlich in Ruhe schreiben.

Wie entsteht aus einer Idee ein ganzes Buch? Hatten Sie die Geschichte bis zum Ende schon im Kopf, also eine Art Fahrplan? Oder schreiben Sie drauflos, und die Geschichte entwickelt sich nach und nach?

Das ganze Buch ist nicht im Kopf. Nur die Grundidee ist vorhanden. Ich weiß den Anfang und wie es enden wird. Die Feinheiten überlasse ich meinem Einfallsreichtum und den spontanen Ideen oder Begebenheiten, die mir oder anderen manchmal im Alltag geschehen und die dann zufällig zur Story passen.

Wie entwickeln Sie die Charaktere? Schreiben Sie sich auf, wie sie aussehen, was für einen Charakter sie haben, wie sie sich im Laufe des Buches entwickeln? Legen Sie das schon am Anfang fest?

Ja, auch dies steht schon in den meisten Fällen vorher fest. Es gehört zu den Vorbereitungen der Story. Ich weiß, wie meine Charaktere sich entwickeln werden. Das ist der wichtigste Part in einem Buch.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Vivere zu schreiben? (Im Interview hab ich gehört, das mit der Ratte ist echt passiert würg)

Ja. Meiner Kollegin ist das passiert. Sie bekam eine tote Ratte mit einem Drohbrief in einem anonymen Paket auf die Arbeit geschickt. Entschuldigung wenn ich das jetzt sage, aber für mich war das toll! Mein Kopfkino ging da erst richtig los.
Gott sei Dank ließ es dieser Fremde, ganz im Gegensatz zu meiner Story, damit auch gut sein. Meiner Kollegin ist nichts weiter geschehen.

Die meisten Krimis beschreiben die Arbeit der Polizei oder wechseln zwischendurch gerne in die „Gedanken“ des Täters. Vivere dagegen beschäftigt sich vor allem mit dem späteren Opfer. Würden Sie das als Ihr „Werkzeug“ betrachten, um Spannung zu erzeugen?

Eigentlich habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht, welche Seite ich genau beleuchten wollte. Die Story entwickelte sich einfach so. Ich habe nie viel darüber nachgedacht, ob dies nun richtig ist oder nicht. Für mich war das einfach so.

Auch der zweite Roman Liberare ist nicht der übliche Kriminalroman. Er handelt unter anderem davon, wie das Opfer Alicia aus dem ersten Teil mit Ihrem Leben fertig wird. War es Ihnen wichtig, die Geschichte von Alicia weiterzuführen?

Stimmt, es ist wieder kein üblicher Kriminalroman. Es gibt keinen Toten zu Beginn und keine Person, die den Mörder finden muss.
Ja! Sehr sogar. Als ich VIVERE zu Ende geschrieben hatte, wusste ich sofort, dass die Story für mich noch nicht vorbei ist. Und umso mehr freue ich mich, dass es geklappt hat und der SWB-Verlag auch dieses Buch veröffentlichte.

Haben Sie schon neue Ideen? Sind weitere Bücher in Planung?

Ideen habe ich viele. Warten wir ab was die Zukunft bringt …

Vielen Dank, liebe Frau Braunstein, für das Interview. Viel Erfolg für Ihre Lesungen (nächster Termin: 20.03.2014, Donnerstag ab 19:30 Uhr in der Buchhandlung „Anker Buch“, 56626 Andernach, Hochstr. 70) und natürlich jede Menge Inspiration für neue Geschichten!

Übrigens, alle, die mehr über Frau Braunstein und ihre Buchprojekte wissen wollen, sind herzlich eingeladen, ihre Webseite zu besuchen: www.iris-simian.de
Dort findet Ihr auch weitere Termine zu Lesungen.

Liebe Bücherfreunde, lasst mich wissen, wie Ihr die Idee der Interview-Reihe findet! Habt Ihr andere Fragen? Immer her damit, ich binde sie gerne in ein nächstes Interview ein.

Interview, SWB

Interview mit H. Dieter Neumann

Liebe Bücherfreunde,

bei der Weihnachtsverlosung hatte ich die Aufgabe gestellt:
Was würdet Ihr Autoren gerne einmal fragen?

Dabei sind viele Fragen zusammen gekommen, die ich auch persönlich sehr interessant fand. Durch den SWB-Verlag habe ich mit einigen Autoren Kontakt, also dachte ich, ich leite Eure Fragen (und natürlich auch meine eigenen) an die Autoren weiter. Daraus soll eine kleine Interview-Reihe entstehen.

Den Anfang macht H. Dieter Neumann. Einer der Teilnehmer der Verlosung hatte an ihn auch direkt Fragen, die ich natürlich mit aufgenommen habe.

Der Autor H. Dieter Neumann:
Er war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Anschließend wurde er Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft, bevor er sich ganz aufs Schreiben verlegte. Der passionierte Segler lebt in Flensburg. Bisher sind 2 Bücher von ihm im swb-Verlag erschienen: Die politischen Thriller Die Narben der Hölle und Das Erbe der Wölfin.

Die Presse sagt über ihn:
Professionell geschriebene ambitionierte Spannungsliteratur!
(Michael Radtke, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)
Es ist Neumanns Verdienst, dem politischen Thriller neue Perspektiven zu verleihen.
(
literaturkritik.de)

Er selbst sagt über sich:
Meine Passion ist der literarische Thriller, die Geschichte hinter der Geschichte, der brisante, bisweilen schmerzhaft aktuelle Roman. Ich will aufrühren mit anspruchsvollen, aber immer vor allem spannenden Büchern. Der Mainstream interessiert mich nicht. Dafür bin ich zu alt geworden.

Nun zum Interview.

Was war das erste Buch, das Sie als Kind gelesen haben? (Frage von Serpina)

Ich weiß es nicht mehr. Wird wohl ein Bilderbuch mit einfachem Text gewesen sein. Das erste „richtige“ Buch, von dem ich mich erinnere, es mit Begeisterung gelesen zu haben, war „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? (Frage von Serpina)

Ich habe schon immer Gedichte und kleine Geschichten geschrieben, aber auch drei Romane, diese jedoch nur zum Vergnügen und für meine Schublade. Mit Büchern an die Öffentlichkeit zu gehen, war ein Wunsch, der erst langsam gewachsen ist und den ich mir wegen der Notwendigkeit, mit einem „Brotberuf“ die Familie zu ernähren, erst mit dem 60. Lebensjahr erfüllen konnte.

Gibt es ein Thema über das Sie gar nicht schreiben würden? (Frage von Anna)

Da schließe ich gar nichts aus, außer Themen, die mich selbst überhaupt nicht berühren.

Woher nehmen Sie ihre tollen Ideen und wie gelingt es ihnen weiter zu machen, wenn Zweifel aufkommen? (Frage von Ann-Kristin)

Danke für die „tollen Ideen“! Sie liegen, finde ich, alle auf der Hand, man muss nur mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen. Immer wieder stoße ich in den Nachrichten oder durch Gespräche auf Themen, von denen ich mir sage: Daraus solltest du eine spannende Geschichte machen, damit sich möglichst viele Leute dafür interessieren.
Zweifel an der eigenen Arbeit hat jeder mal, denke ich. Und mit denen beim Schreiben ist es so wie bei allem, was man tut: Man kämpft sie mit sich aus, wägt ab, trinkt ein Glas Rotwein und beißt sich durch. Wenn die Zweifel berechtigt erscheinen, muss man den Mut haben, Veränderungen am Text vorzunehmen oder gar ganze Passagen (einmal waren es bei mir 143 Normseiten) in die Tonne zu drücken. Das tut weh, aber anders geht es nicht, denn Zweifel sind Kreativitätskiller.

Christoph J. hatte direkte Fragen an H. Dieter Neumann, die ich hier weitergegeben habe:

Wie wichtig sind tatsächliche Erfahrungen für Ihr Schreiben?

Wenn es um Erfahrungen mit dem Thema geht, über das ich schreibe, so gilt hier, dass ich nicht alles selbst erfahren haben muss. Das geht auch gar nicht bei fiktionaler Literatur. Dafür kommt es allerdings auf sehr sorgfältige Recherchen an.
Wichtiger ist aber die Lebenserfahrung. Ich bin sicher, dass ich die Tiefe, die ich z. B. bei Charakterzeichnungen anstrebe, mit Dreißig noch nicht hätte bringen können.

Suchen Sie bewusst „besondere“ Erfahrungen, um sie beim Schreiben verwenden zu können?

Nein, ich suche zunächst in meinem Arbeitszimmer nach Pfeifen und Tabak und dann in meinem Hirn nach Ideen und Formulierungen. „Besondere Erfahrungen“ sind mir zu gefährlich – und zu anstrengend.

Wie schafft man es, dass der Leser eine erfundene Geschichte „authentisch“ findet?

Indem man gut schreibt, und gut heißt eben in diesem Falle authentisch. Das kann man lernen, es ist ein Handwerk wie viele andere auch.

Welches ist Ihr Lieblingswerkzeug, um Spannung zu erzeugen?

Erstens widersprüchliche Charaktere, die Rätsel aufgeben, und zweitens der gute alte Cliffhanger.

Und nun noch Fragen, die mich persönlich interessieren:

Wie entsteht aus einer Idee ein ganzes Buch? Hast Du die Geschichte bis zum Ende schon im Kopf, also eine Art Fahrplan? Oder schreibst Du drauflos, und die Geschichte entwickelt sich nach und nach?

Ich schreibe erst los, wenn ich ein relativ ausführliches Exposé für mich selbst erstellt habe. Das hat nur wenig gemein mit dem Exposé für die Literaturagentur oder den Verlag (das ich natürlich auch vorlege), sondern ist ein ziemlich wirres Konglomerat aus Plotideen, Textbausteinen und Charakterzeichnungen von Personen der Handlung. Dieses sehr private Dokument hat ziemlich viele Seiten, wird ständig verändert und ergänzt, auch noch während des Schreibens. Außer mir selbst könnte kaum jemand etwas mit den Satzfragmenten, Ideenskizzen, Namen und Abkürzungen anfangen, aber es ist sozusagen mein „Gerüst“, an das ich mich aber auch nicht sklavisch halte. Vieles, was da drin steht, kommt im Buch gar nicht zum Tragen. Anderes entsteht direkt beim Schreiben, ohne in diesem „Gerüst“ enthalten zu sein.

Wie entwickelst Du die Charaktere? Schreibst Du Dir auf, wie sie aussehen, was für einen Charakter sie haben, wie sie sich im Laufe des Buches entwickeln? Legst Du das schon am Anfang fest?

Siehe meine obige Antwort. Nur eines noch zu der Entwicklung der Charaktere: Es ist das größte Glück für den Autor, wenn die Personen, die er erfunden hat, während des Schreibens lebendig werden, einen eigenen Willen entwickeln und manchmal gar Dinge tun wollen, die man ihnen gar nicht zugedacht hatte. Da braucht man dann nur noch „hinterherzuschreiben“, muss aber aufpassen, dass sie einem nicht die ganze Geschichte kaputtmachen …

Vielen Dank, lieber H. Dieter Neumann, für das Interview und viel Erfolg fürs nächstes Buch, dass ja schon in Planung ist und Die Rache der Väter heißen wird.

Übrigens, alle, die mehr über H. Dieter Neumann und seine Buchprojekte wissen wollen, sind herzlich eingeladen, seine Webseite zu besuchen: www.heinrichdieterneumann-scriptorium.de
Dort findet Ihr auch Termine zu Lesungen, Presseberichte und Rezensionen zu seinen Büchern.

Liebe Bücherfreunde, lasst mich wissen, wie Ihr die Idee der Interview-Reihe findet! Habt Ihr andere Fragen? Immer her damit, ich binde sie gerne in ein nächstes Interview ein.